Abschreibung Immobilie Erklärung: Wer in Immobilien investiert, kommt früher oder später mit dem Begriff der Abschreibung (AfA) in Kontakt. Doch was bedeutet das konkret? In diesem Artikel erfährst Du, wie Immobilien abgeschrieben werden, welche Regeln 2025 relevant sind und wie Du davon als Investor profitieren kannst. Eine ausführliche und verständliche Erklärung erwartet Dich.
Was bedeutet Abschreibung bei Immobilien?
Grundlagen der Abschreibung einfach erklärt
Die Abschreibung (Abkürzung für: Absetzung für Abnutzung, AfA) ist ein steuerliches Instrument, das den Werteverzehr von Wirtschaftsgütern aufzeigt. Bei Immobilien bedeutet das: Die Bausubstanz verliert mit den Jahren an Wert – durch Nutzung, Alterung und Abnutzung. Diesen Wertverlust kannst Du Jahr für Jahr steuerlich geltend machen. Das reduziert Dein zu versteuerndes Einkommen und erhöht langfristig Deine Rendite aus der Kapitalanlage.
Was ist abschreibungsfähig?
Nicht die gesamte Immobilie ist abschreibungsfähig, sondern nur der Gebäudeanteil – nicht das Grundstück. Der Grund: Ein Grundstück verliert steuerlich gesehen nicht an Wert. Entsprechend musst Du bei der steuerlichen Betrachtung den Wert des Grundstücks vom Gesamtkaufpreis abziehen, um den abschreibungsfähigen Teil zu ermitteln.
Welche Abschreibungsarten gelten 2025?
Lineare und degressive Abschreibung im Vergleich
Im Jahr 2025 gilt hauptsächlich die lineare Abschreibung. Bei dieser Form wird der abschreibungsfähige Gebäudeanteil über einen festen Zeitraum in gleichmäßigen Jahresbeträgen berücksichtigt. Die derzeit gesetzlich geltenden Abschreibungssätze in Deutschland:
- 2 % jährlich für Wohngebäude, die nach dem 31. Dezember 1924 erbaut wurden (über 50 Jahre)
- 2,5 % jährlich für Wohngebäude vor dem 1. Januar 1925 (über 40 Jahre)
Eine Wiedereinführung der degressiven Abschreibung ist aktuell politisch diskutiert, aber (Stand 2025) nicht gesetzlich umgesetzt. Bei der degressiven Abschreibung wäre eine höhere steuerliche Entlastung in den ersten Jahren möglich, was Immobilieninvestments noch attraktiver machen könnte.
Einflussfaktoren auf die Abschreibungshöhe
Folgende Faktoren beeinflussen die Höhe der möglichen Abschreibung:
- Alter und Art des Gebäudes
- Baukosten (Neubau vs. Altbau)
- Kaufpreisaufteilung (Gebäude vs. Grundstückanteil)
- Sanierungsmaßnahmen, die steuerlich separat abgesetzt werden können
So funktioniert die Kaufpreisaufteilung richtig
Kaufpreis auf Grundstück und Gebäude verteilen
Die Kaufpreisaufteilung ist ein zentraler Schritt in der steuerlichen Betrachtung Deiner Immobilie. Faustregel: In deutschen Großstädten beträgt der Grundstücksanteil oft 30–50 %, in ländlichen Regionen teils nur 10–20 %. Um die korrekte Aufteilung festzulegen, wird häufig die Arbeitshilfe des Bundesfinanzministeriums genutzt. Diese Excel-Datei hilft Dir, den Wertanteil des Gebäudes und Grundstücks sachgerecht zu ermitteln – eine wichtige Voraussetzung für die korrekte Abschreibung.
Vermietete Immobilie: So profitierst Du von der Abschreibung
Steuern sparen durch AfA in der Praxis
Die steuerliche Wirkung der Abschreibung zeigt sich erst beim genauen Blick auf die Steuererklärung. Der jährlich absetzbare Betrag reduziert Dein zu versteuerndes Einkommen. Beispiel: Wenn Du mit einer vermieteten Immobilie 10.000 € Mieteinnahmen erzielst und 2.000 € als Abschreibung geltend machst, versteuerst Du nur noch 8.000 €.
Besonders interessant: Auch wenn Deine monatliche Kreditrate höher als die Mieteinnahmen ist, kann sich die Investition dank Abschreibungen dennoch lohnen. Durch den sogenannten „steuermindernden Überschuss“ kannst Du Verluste steuerlich geltend machen und dadurch eine Steuerersparnis erzielen.
Vergleich: Immobilien-Investment mit und ohne Abschreibung
| Investitionsmodell | Mit AfA | Ohne AfA |
|---|---|---|
| Jahreseinnahmen | €10.000 | €10.000 |
| Abschreibung (AfA) | €2.000 | €0 |
| Steuerpflichtiger Betrag | €8.000 | €10.000 |
Fazit: Mit Abschreibung sinkt Deine Steuerlast – der Gewinn bleibt höher.
Was ist bei Modernisierungen zu beachten?
Sanierungskosten teilweise sofort absetzbar
Nicht jede Investition in eine Immobilie muss langfristig abgeschrieben werden. Ausgaben für Instandhaltung und kleinere Reparaturen kannst Du meist direkt im Jahr der Durchführung vollständig absetzen. Teure Sanierungen oder Modernisierungen hingegen erhöhen oft den Gebäudewert und müssen über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Es gilt der Grundsatz: Sind die Maßnahmen notwendig zur Erhaltung des Ursprungszustands, gelten sie als Werbungskosten. Sind sie wertsteigernd, gelten sie als abschreibungsfähiger Herstellungsaufwand.
Häufige Fehler bei der Abschreibung – und wie Du sie vermeidest
Kaufpreisaufteilung zu Ungunsten des Investors
Viele Investoren vertrauen bei der Aufteilung des Kaufpreises auf pauschale Werte – ein Fehler. Wird der Grundstücksanteil zu hoch angesetzt, sinkt der AfA-Betrag und damit die steuerliche Entlastung. Hier lohnt es sich, frühzeitig mit einem Steuerberater oder Sachverständigen zu sprechen oder digitale Tools zur Kaufpreisaufteilung zu verwenden.
Abschreibung aus Unwissenheit nicht genutzt
Ein weiterer häufiger Fehler: Die Abschreibung wird schlicht vergessen oder nicht korrekt in der Steuererklärung eingetragen. Wer seine Immobilie nicht steuerlich optimiert, verschenkt bares Geld. Deshalb lohnt sich gerade für Neueinsteiger ein strukturierter Investitionsplan mit steuerlicher Begleitung.
Welche Vorteile bieten Denkmalschutz und Sonder-AfA?
Sonderabschreibungen für bestimmte Immobilien
Für Immobilien mit Denkmalschutz oder in Sanierungsgebieten gelten Sonderabschreibungen. Hier kannst Du teilweise bis zu 100 % der Sanierungskosten über 12 Jahre absetzen. Der Erwerb solcher Immobilien ist steuerlich besonders attraktiv – allerdings auch mit höheren Anforderungen bei Planung und Genehmigung verbunden. Wichtig: Solche Sonder-AfA müssen individuell beantragt und durch Bauämter und Finanzämter genehmigt werden.
Abschreibung richtig nutzen – strategische Tipps
So lässt sich die AfA in Deine Investmentstrategie integrieren
Für eine langfristige Immobilienstrategie ist die Abschreibung ein zentrales Steuerelement. Wer ein Portfolio aufbaut, sollte beachten, wie sich verschiedene Immobilien hinsichtlich ihrer AfA verhalten: Neubauten bieten meist längere Abschreibungszeiträume, ältere Gebäude oft höhere Sofortkosten. Auch der Wechsel in Eigentumsformen (z. B. in Gesellschaftsformen mit höherer Transparenz) kann steuerliche Vorteile bringen. Die Anlegerstrategie sollte immer steuerlich flankiert sein, um Effizienz und Wachstum zu kombinieren.
Fazit zur Abschreibung bei Immobilien
Die Abschreibung ist ein mächtiges Werkzeug im Immobilieninvestment. Sie reduziert Deine Steuerlast erheblich, hilft beim Aufbau von Vermögen und schafft finanzielle Spielräume. Wichtig ist die korrekte Umsetzung – insbesondere bei der Kaufpreisaufteilung und bei Modernisierungen. Wer strukturiert investiert und die AfA gezielt einsetzt, profitiert langfristig.
Schaut auf unserem Newsportal kapitalplusimmobilien.de vorbei, um weitere spannende und wissensreiche Artikel zu lesen! Interessiert an einem Investment in Kapitalanlagen? Besucht investment-group-germany.de und erfahrt mehr zu unseren Dienstleistungen!

























